Wer wir sind

Wer wir sind

Das Erlebnismuse in Arnhem: Ein Museum fürs Leben

Das Erlebnismuseum ist voller Geschichten. Sie stecken in den historischen Häusern, Mühlen und Bauernhöfen im Museumspark; in unserer Arbeit und durch unsere Gebräuche und Traditionen in unserem Leben. Während eines Besuchs des Museums erwachen Ihre und unsere Geschichten zum Leben. Treten Sie buchstäblich einen Schritt zurück zur Atmosphäre der damaligen Zeit und lernen Sie unsere – und Ihre eigene – Geschichte kennen.

Hundert Jahre Erlebnismuseum

Am Ende des 19. Jahrhunderts fanden in den Niederlanden in rasantem Tempo Veränderungen statt. Die industrielle Revolution brachte Fortschritt und Wohlstand, doch unsere Handwerksbetriebe und Traditionen drohten verloren zu gehen. Das am 24. April 1912 gegründete und für das Publikum ab Juli 1918 zugängliche Erlebnismuseum hat sich im vergangenen Jahrhundert zu einem der best besuchten Museen in den Niederlanden entwickelt, mit einem relevanten und aktuellen Thema, welches das Heute, die Vergangenheit und die Zukunft miteinander verbindet.

Bildungskanon der Niederlande

Das Museum behandelt die Geschichten der einfachen Leute in den Niederlanden. In den kommenden Jahren werden wir diese Geschichten mit der großen Geschichte der Niederlande verbinden. Mit der voc (niederländische Ostindien-Kompanie) und Michiel de Ruyter, doch auch mit dem ersten Weltkrieg, der Sklaverei und Kinderarbeit.

In den historischen Gebäuden im Museumspark und mit einer eindrucksvollen ausstellung im Eintrittspavillon wird unsere Geschichte „aus der Perspektive des alltäglichen Lebens“ beleuchtet. Der Bildungskanon ist eine aus fünfzig Themen bestehende Zusammenfassung der Geschichte der Niederlande. 

Bereits seit 2014 wird in einem von Norwegen anlässlich der Flutkatastrophe von 1953 gestifteten Haus in Raamsdonksveer von dieser Überschwemmung erzählt und eine imposante Pferdekopfpumpe ist das Symbol für die Gewinnung fossiler Brennstoffe in unserem Land. Der Bildungskanon der Niederlande wird schrittweise visuell dargestellt, bis er 2017 fertig ist.

Migration, Teil unseres täglichen Lebens

Migration – das Kommen und Gehen – ist Teil unserer Geschichte. Auch das wird im Museum in zunehmender Anzahl sichtbar. In der Molukkischen Baracke sehen Sie wie molukkische knil-Soldaten mit ihren Familien im Jahre 1951 in unserem Land ein (ursprünglich vorübergehendes) Zuhause fanden. Der Indische Hinterhof verkörpert die Erinnerungen von Expatriates aus Indonesien und im Chinarestaurant lernen Sie die älteste Migrantengruppe in unserem Land kennen. Bereits 1911 ließen sie sich in unserem Land nieder. Ab 1950 bürgerte sich der Chinese in rasantem Tempo in unser Straßenbild ein. Heutzutage ist chinesisches Essen praktisch ebenso typisch Niederländisch wie das Essen eines Matjesherings. 

Auch die Amsterdamer Westerstraat spielt bei der Migration eine Rolle. Von den Töpfern, die sich im 17. Jahrhundert in der Stadt niederließen bis hin zu den ersten Gastarbeitern, die um 1970 in ein altes zur Türkenpension umgebautes Tapetengeschäft zogen. Im Postamt werden Pakete an die emigrierten Familienangehörigen aufgegeben und im Lokal spricht man über den Umzug nach Almere…

Zeitreise durch die Geschichte

Die historische Straßenbahn führt Sie durch die Geschichte des täglichen Lebens. Die Zeitreise versetzt Sie 30 Jahre zurück in der Zeit einer Tilburger Starterswohnung aus den siebziger Jahren und Sie erleben die schwere Arbeit des Müllers, der in seiner Rossmühle unter tosendem Lärm Öl schlägt.

Im Wohnbauernhof Hoogmade aus dem 17. Jahrhundert steht die Zeit seit 2002 still, nämlich kurz bevor der Bauernhof der Hochgeschwindigkeitsstrecke weichen musste, und in einem Umschlagschuppen von Van Gend & Loos aus Tiel sehen Sie eine bemerkenswerte Präsentation über die 200jährige Transportgeschichte.